Ausgabe 3/2016

06/06/2016

3 / 2016

EDITORIAL

Persönlichkeiten mit Kopf, Herz und Hand

Was macht eine „gute Pädagogik“ aus? Was machen gute PädagogInnen anders als andere und gibt es sie überhaupt? Frauen und Männer, die mit Kindern leben, haben sich von diesen Fragen zum Nachdenken anregen lassen und für diese Ausgabe persönliche Antworten gefunden. So facettenreich wie das Leben mit Kindern sein kann, sind auch die Gedanken dazu ausgefallen.

In Seminaren begegnet mir immer wieder der Wunsch nach einer handlichen pädagogischen Werkzeugkiste oder Hausapotheke, um den Alltag mit Kindern bildungsreich und zugleich entspannt gestalten zu können. Aber gibt es für das pädagogische Handeln allgemeingültige Rezepte und Schritt für Schritt-Anleitungen?

PädagogInnen erleben täglich, dass der Alltag hochkomplex ist und sich trotz aller Leitbilder, Bildungspläne und Qualitätskonzepte nicht perfekt inszenieren lässt. Denn in der Regel haben wir es nicht mit typischen Standardsituationen (und auch nicht genormten Kindern!) zu tun, sondern mit einzig- und eigenartigen Konstellationen und unberechenbaren Individuen – uns Erwachsene miteingeschlossen. Unser Handeln vollzieht sich zudem immer im Spannungsfeld von Selbstständigkeit und Lenkung, von Nähe und Distanz. Planung und Zielorientierung sind ebenso notwendig wie Spontanität und Situationsorientierung. Solche Spannungsfelder persönlich und im Team zu bearbeiten, erscheint mir als „hohe Kunst der Pädagogik“. Nur wer regelmäßig innehält und darüber nachdenkt, welche oft intuitiven Vorstellungen und Theorien die konkreten Handlungen leiten, kommt zu reflektierter Praxis. Oft eröffnen sich dann ganz unerwartet neue Einsichten und Handlungsmöglichkeiten.

So hilfreich wissenschaftliches Wissen für die theoriengeleitete Praxis ist, so nötig brauchen PädagogInnen aber nach wie vor praktisches Handwerkszeug in Form von Liedern, Singspielen, Reimen, Handgeschichten, Märchen, Papierfalten, Spielen mit Fingern, Naturmaterialien und Alltagsdingen – um nur einiges zu nennen. Darüber schreibt in dieser Ausgabe die weltbekannte Autorin und Praktikerin Susanne Stöcklin-Meier aus der Schweiz. Ihr Schatz an traditionellen Spielideen entfaltet tiefe Wirkung in der aufmerksamen Zuwendung zum Kind, im beziehungsstiftenden Dialog und in faszinierender Spontanität.

Lassen Sie sich von ihr und allen anderen AutorInnen dieser Ausgabe sowie von der porträtierten Berufskollegin und Schauspielerin Ursula Strauss zu eigenen Gedanken inspirieren!


Anna Kapfer-Weixlbaumer

Anna Kapfer-Weixlbaumer

Anna Kapfer-Weixlbaumer

Fachredaktion

anna.kapfer-weixlbaumer[at]caritas-linz.at

Inhaltsverzeichnis

der Ausgabe 3/2016

Unser Thema

Unsere Wurzeln - unsere Flügel -Was macht "gute Pädagogik" im Kindergarten aus?
Irmgard M. Burtscher 4


Was macht "gute PädagogInnen" aus? - Pädagogik zwischen Erziehung, Bildung und Gesellschaft
Christine Pernstich-Wundsam 9


Seitenwechsel - Zuerst Kindergartenpädagogin, dann Mutter
Silvia Hainisch12


Selbstwirksamkeit - Maß für erfolgreiche pädagogische Arbeit und Immunsystem für die Seele
Angelika Trattnig 14


Unsere Praxis

Handwerksklassiker - Anregungen zur gelungenen Begleitung von Kindern
Susanne Stöcklin-Meier16


Unsere Lebenswelt

Von Offenheit, Dialog und Dasein - Die Arbeit nach dem Lernwerkstättenprinzip braucht Mut und Miteinander
Übungskindergarten der BAKIP Vöcklabruck 21


Menschen im Porträt

Ursula Strauss - Schauspielerin und Kindergartenpädagogin
Elisabeth Bibermayr26


Service

Für Sie - Foto-Aktion30


Bücher ... für Sie ausgewählt 31


Plattform 36


Schlusskreis - Unser Morgenkreis unter der Lupe - Checkliste
Susanne Kühn38


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Für Lieferungen in die Schweiz und Nicht-EU-Länder nehmen Sie bitte mit dem Verlag per E-Mail unsere.kinder[at]caritas-linz.at Kontakt auf.